Nach hartem Kampf habe ich die Filmrechte von Javier Moros Buch über Anita Delgados Leben („Die indische Prinzessin“) kaufen können und werde die Rolle der Anita spielen. Das wird eine große Produktion in drei Ländern, auf die ich mich sehr freue.“ Penélope Cruz Der spanische Top-Seller über faszinierende, wahre Lebensgeschichte der Anita Delgado erscheint jetzt in Deutschland. 1906. Die verarmte, bürgerliche Familie Delgado zieht mit ihren Töchtern Anita und Victoria von Málaga nach Madrid. Da der Vater keine Arbeit findet, nehmen die bildschönen Töchter im berühmten Central-Kursaal ein Engagement als Flamencotänzerinnen an. Hier treffen sie auf Künstler, Intellektuelle – und auf Jagatjit Singh, den Maharadscha von Kapurthala, der anlässlich der Hochzeit des spanischen Königs Alfonso XIII. nach Madrid gereist ist. Als Singh die 16-jährige Anita zum ersten Mal sieht, verliebt er sich unsterblich, hält um ihre Hand an und heiratet sie standesamtlich in Paris. Im folgenden Jahr reist Anita in ihre neue Heimat, den Panjab-Staat Karputhula, wo sie durch eine märchenhafte Hochzeit nach indischem Ritual zur Maharani von Kapurthala gekrönt wird und den Namen „Prem Kaur“ (Prinzessin der Liebe) erhält. Anitas Glück wäre perfekt, wenn ihr Ehemann nicht verschwiegen hätte, dass in seinem Harem bereits drei Ehefrauen leben. Doch Anita läßt sich nicht im goldenen Harems-Käfig einsperren. Sie führt eine vergleichsweise moderne Liebesehe und lernt Englisch, Urdu und Hindi. Mit Mut und Neugier erschließt sie ihre neue Heimat Indien, zu der sie eine kritisch-liebevolle Beziehung entwickelt. Trotzdem bleibt ihr das traditionelle Indien in mancherlei Beziehung fremd, denn die Spanierin kann beispielsweise Zwangsehen oder Witwenverbrennungen nicht akzeptieren. Als bürgerliche Europäerin und vierte Ehefrau muss Anita im indischen Kolonialreich um Anerkennung als First Lady kämpfen. Die Briten akzeptieren nicht die Vielehen der Maharadschas, im katholischen Spanien ist ihre Ehe mit einem muslimischen Inder ein Skandal. Die schöne und charmante Maharani begleitet ihren Mann auf ausgedehnten Reisen und fasziniert den indischen Adel, die europäische Society - und die Boulevardpresse. Weit vor Kaiserin Soraya oder Prinzessin Diana ist Anita Delgado ein internationaler Medienstar. 1923 verliebt sich Anita in den jüngsten Sohn des Maharadschas und riskiert für diese Liebe alles: ihre Ehe, ihren Ruf und ihre finanzielle Sicherheit – und löst damit einen der größten Skandale des indischen Kolonialreiches aus… Es gibt nur wenige Länder, in denen Vergangenheit und Gegenwart eine so faszinierende Symbiose eingehen, und wahrscheinlich keines, dessen Kultur fremde Einflüsse so mühelos in sich aufnimmt wie Indien. Javier Moro, der seit seinem 15. Lebensjahr immer wieder nach Indien reiste beschreibt spannend und phänomenal recherchiert den Untergang der britischen Kolonialmacht auf dem indischen Subkontinent: Eine Geschichte voll prächtiger Paläste, unermesslicher Schätze, Harems, Ausschweifungen, Tigerjagden, Rolls-Royces, maßlosen Leidenschaften und extravaganten Maharadschas, die das sensible Gleichgewicht zwischen der Macht der Tradition und dem westlichen Lebensstil aufrecht erhalten wollten. Sechzig Jahre Moro schildert, wie Ghandi und Nehru Indien in die Unabhängigkeit führten und wie die Maharadschas die Macht im neuen Staat nicht unter sich aufteilen konnten. Am Ende war alles verloren; das Land wurde in Indien und Pakistan geteilt, die Grenze verlief mitten durch den Panjab.
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